2017-08-28

Die re:publica trauert um Michael "Michi" Graudenz

Unter Tränen und in großer Trauer müssen wir leider vom Tod unseres Freundes, Kollegen und langjährigen re:publica-Mitstreiters Michael „Michi“ Graudenz berichten. Michi ist am 15. August 2017 im Alter von 34 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben.

 

 


Turn your lights down low
And pull your window curtain
Oh let your moon come shining in
Into our life again

Bob Marley, Turn Your Lights Down Low

 

 

 

Die re:publica ist Michi für alles unendlich dankbar. Daher sind wir auch alle so fassungslos über seinen viel zu frühen Tod.

Michi traf ich vor etwa 10 Jahren zum ersten Mal. Irgendwie war er dann da, bei newthinking. In unserem Store und überhaupt. Seit dieser Zeit haben wir an unzähligen Events gemeinsam gearbeitet. Vom Stühle schleppen bis zur komplexesten Produktion - immer mit viel Spaß. Selbst auf einer kleinen Tournee einer Künstlerin, die ich unterstützte, hat er den "Mädchen-für-Alles" Job übernommen. Ich konnte mich immer auf ihn verlassen. 

Noch wenig Tage bevor er uns verlassen hat traf ich ihn. Wir sprachen über Kleinigkeiten. Ich wünschte ihm gesagt zu haben, wie wichtig er für uns alle ist. Ich glaube, er wusste es.

Andreas Gebhard

 

Michi war von Anfang an Teil des re:publica-Teams und ist mit uns an den Aufgaben gewachsen, seit 2012 betreute er unsere Events als Technischer Leiter. Seine Firma WECAP war außerdem für die Bühnen-Mitschnitte der Vorträge verantwortlich – die YouTube-Videos der re:publica wurden seit 2012 von Michi und seinen Kolleginnen und Kollegen produziert. Auch alle bisherigen TINCON-Events wurden von Michi und dem WECAP-Team betreut.

Bei der re:publica ließ es sich Michi all die Jahre nicht nehmen, an einem der Party-Abende selbst für die Musik zu sorgen, um gemeinsam mit dem Team und den Gästen bis in die frühen Morgenstunden zu tanzen und zu feiern. Wer als rp-Gast jemals auf einer unserer Parties war, hat mit großer Wahrscheinlichkeit auch schon zu Michis Mix getanzt und gesungen.

Michi war und bleibt nicht nur wichtiger Teil des Kernteams der re:publica, sondern auch ein sehr guter Freund, und wir können kaum glauben, dass er nicht mehr bei uns ist. Die Nachricht von seinem plötzlichen und unerwarteten Tod hat uns enorm erschüttert.

Tanja & Johnny Haeusler

 


Einer der Menschen, die re:publica vielfältig, tief gehend, klug, kreativ, humor- und liebevoll, mit Ausdauer, Geduld, Herzblut und Leidenschaft für all unsere facettenreichen Menschen und Details maßgeblich mit geprägt hat, wird uns nicht mehr begleiten können. Wie unfassbar schmerzhaft und ungerecht das ist. Ein Mensch, der nicht nur re:publica schon lang vor meiner Zeit mitgestaltete, sondern auch mich persönlich unheimlich inspirierte. Michi, ich bin so dankbar, dass ich Dich überhaupt kennenlernen konnte, so gerne hätte ich jedoch noch mehr von Dir gelernt, mit Dir gelacht und getauzieht und gewitzelt und getanzt und flaniert und debattiert und die Welt gerettet. 

Du wirst mir unheimlich fehlen und es bleibt mir mich daran zu erinnern, was Du vorgelebt hast: Dem Jetzt auf leichtem Tanzfuß entgegen zu lächeln und seinen Menschen ein offenes Ohr und herzhafte Umarmung zu schenken. Im Herzen immer bei mir.

Simone Orgel

 

Vor kurzem wurde ich im Rahmen eines Projekts gefragt, was ich von Michi Graudenz als technischem Leiter halte. Ich antwortete knapp und sagte Michi sei "der Beste". Das klang ein bisschen witzig, entspricht aber voll und ganz der Wahrheit. 

Ich werde Michi sehr vermissen. Als technischen Leiter, aber vor allem als einen unvergleichlich enthusiastischen, offenen, herzlichen und gradlinigen Menschen, von dessen Sorte es nur ganz wenige gibt. 

Norman Palm, FertigDesign

 


Als ausgeglichener Mentor war Michael hinter den Seitenlinien stets der Ruhepol, während vor der Tür der Sturm tobte. Für seine allzeit hilfsbereite, konstruktive Art und Herzlichkeit werde ich ihn sehr vermissen. 

Gabriel Fritz

 

Schwer verständlich ist es, dass du nicht mehr da bist. 

In Gedanken mit Dir an dem Ort, wo du nun bist.

Juliane Bystry

 

Du warst von Anfang an aktiv im all2gethernow e.V. dabei, als wir mit viel freiwilligem Engagement über verschiedene Veranstaltungen zu Musikkultur und Musikwirtschaft neue Impulse in den öffentlichen Diskurs bringen wollten.

Eine Situation ist mir gut in Erinnerung geblieben – Produktion des a2n Camp mit vielen Workshops für Musiker*innen. Aufgebaut in leerstehenden Räumen eines alten Gewerbehauses. Ich war damals noch nicht so ganz versiert in Produktionsfragen und da wir immer tagsüber in den Räumen waren, hatte ich nicht dran gedacht eine Beleuchtung einzuplanen, obwohl wir auch für abends Programm geplant hatten. Du kamst beim Aufbau vorbei und hast gefragt ob du helfen kannst und dir fiel sofort auf dass die Beleuchtung fehlte. Du hast weder blöd geschaut noch nen Spruch gemacht, sondern hast dir sofort ein Beleuchtungskonzept überlegt, die entsprechenden Strahler und Kabel bestellt und das Ganze aufgebaut und installiert. Fertig, und ohne einen Aufwand über das Versäumnis noch um deinen eigenen Beitrag zu machen.. Da war ich dir super dankbar.

Vorstand all2gethernow e.V.

 

Wenn ich an Michi denke, bei den a2n-Actions, auf der re:publica, dann ist es sein immer fröhliches, sehr offenes Lachen, immer ein Gruß - auch im größten Stress.

Christine Kolbe, all2gethernow e.V.

 

Im Festivaljahr 2014 hast du bei uns die technische Leitung gemacht. Was uns klar in Erinnerung geblieben ist, dass wir jederzeit absolutes Vertrauen in dich hatten, dass du uns ein Gefühl vermittelt hast, dass bei dir alles in guten Händen ist und wir uns keinerlei Sorgen machen brauchen. Wir freuen uns dass wir zusammen arbeiten konnten und dich als Mensch gekannt haben. 

Torstraßenfestival

 

Ob man die Tür zum Büro aufmacht oder durch die Hallen auf dem Weg zur Hauptbühne ist- die re.publica wird nie wieder die Selbe sein. Du fehlst! Es ist unbegreiflich und unendlich traurig, dass jemandem mit so offenen Ohren, Empathie und einem großen Herzen ausgerechnet DAS als Spielverderber den Dienst versagt und zu früh das Licht andreht, wo die Nacht noch lange nicht zu Ende sein sein sollte. Ebenso wenig wie nach dem Tag 3 vor deinen Turntables.

Wir alle wünschen uns, dass wir die verdammten Ausflüge noch mit dir gemacht hätten- obwohl du uns alle noch mal näher zusammengebracht hast- wir hätten uns ganz sicher einen anderen Anlass gewünscht. In Gedanken bist du bei uns, ob jetzt oder im Mai.

Katharina Meyer

 

Ein großes Herz – und jetzt auf Reise.

Elke Brüsch

 

Ich habe lange überlegt, was eigentlich dazu gehört, wenn ich an Michi erinnern möchte? Aber irgendwie ist mir danach, eine kleine Geschichte zu erzählen:

20. Mai 2017, Dortmund, Westfalenstadion, 17:17 Uhr. Der große BVB hatte gerade das letzte Spiel der aktuellen Saison mit 4:3 gegen Werder Bremen gewonnen. Mitten drin auf der „Süd“: Michi.

Es passt zu Michi, dass er gerade zu diesem, dem letztmöglichen Zeitpunkt der Saison, dort war. Und es passt zu ihm, dass es ihm beinahe alles wert war, sein Team, Borussia Dortmund, im heimischen Stadion sehen zu können. Zu lange hatte er das aus verschiedensten Gründen nicht gekonnt. 120 Euro hatte er es sich kosten lassen dort zu sein – Ein verrückter Betrag wenn man bedenkt, dass alle anderen dort gerade  mal 207 Euro pro Jahr für den Platz bezahlen. Und dennoch war er da und feuerte die Schwarz-Gelben an.

Michi wusste, dass ich auch im Stadion war. Nicht auf der Südtribüne und auch nicht in der Nähe. Und dennoch, es passt zu Michi, dass er es sich nicht hat nehmen lassen, zu mir auf eine gänzlich andere Tribüne zu kommen. Schlicht um „Hallo“ zu sagen und um sich mit mir auf ein spannendes Spiel zu freuen.

Michi hat immer Menschen und Dingen, die ihm wichtig waren, dies auch gezeigt. Er war da und hat mit angepackt. Mit ihm wird für mich ein großer Teil re:publica  fehlen.

Ob es den von Michi, Phil und mir geplanten re:publica-BVB- Fanclub nun geben wird? Ein Ehrenmitglied hätten wir jedenfalls schon.

Max Koop

 

Erst kurz gekannt, sehr schnell, sehr gemocht. Ein Herzensmensch hat uns verlassen. Gute Reise Michi!

Marc Nikoleit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Michi Graudenz (1982 – 2017)

 

 

Wir trauern. Michi fehlt.